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Die kleine Show mit dem kleinen, weissen Ball

 

Immer am ersten Wochenende im Februar findet die Europe Top 16 Cup statt. Der Schweizerische Tischtennisverband organisiert die Veranstaltung seit Jahren und hat, wie letztes Jahr, in Montreux eine geeignete Lokalität gefunden, um die besten 15 europäischen Spielerinnen und Spieler zu empfangen. Diese Veranstaltung ist bei den Sportlerinnen und Sportler gern gesehen, denn die ersten drei Spielerinnen und Spieler sind für die Weltmeisterschaft direkt qualifiziert. 80'000 Euro Preisgelder werden verteilt. Leider nicht zu vergleichen mit Golf oder Tennis, dafür erhalten Spielerinnen und Spielern gleich viel. Unter den 2000 Zuschauern sah man eine ganz kleine Delegation des Tischtennisclub Binningen, Thomas und Manuel Sutter sowie der Schreibende. Anwesend waren auch bekannte Gesichter aus der Region, Karl Rebmann, Peter Boder, Didi Bürge usw. sowie unsere Nationalspieler Elia Schmid und Lars Posch, aber auch eine lautstarke Delegation des TV Merklingen (D), die angereist war, um die deutschen Spielerinnen und Spieler zu unterstützen. Die Schweiz war durch Lionel Weber und Rachel Moret (spielt in der französischen Meisterschaft in Nîmes) vertreten. Beide konnten dank einer Wildcard Platz im Haupttableau finden. Rachel bedankte sich für die Berücksichtigung mit einem fulminanten Start. Im ersten Spiel gegen die Österreicherin Sofia Polcanova (Europa Nummer 1 und Welt Nummer 16) führte sie 2:0 und musste sich erst im siebten Satz bei einem Stand von 10:12 geschlagen geben. Lionel Weber hatte gegen den Däne Jonathan Groth keine Chance und verlor 0:4. Im Halbfinal bei den Herren kam es zur Wiederholung des letztjährigen Finals. Diesmal siegte Dimitrij Ovtcharov (Europa Nummer 3 und Welt Nummer 1 in 2017) gegen seinen Kompatriot Timo Boll 4:3. Auch im Final musste er über die lange Distanz gehen. Erst im siebten Satz konnte er den Sieg gegen den Weissrusse Vladimir Samsonov  (Europa Nummer 7, und schon 43-jährig….) für sich beanspruchen.

Bei den Damen muss neben Sofia Polcanova auch die junge Rumänin Bernadette Szocs (23-jährig, Europa Nummer 2 und Welt Nummer 19), die in Lille (F) spielt,  erwähnt werden. Mit ihrem Aussehen, ihrem Look (von Kopf bis zu den Fingernägeln stimmt alles ) und ihr theatralisches Engagement tut sie dem Tischtennissport gut. Es wäre schade gewesen, wenn sie bereits in der ersten Runde gegen der Tschechin Hana Matelova ausgeschieden wäre (4:2). Erwähnenswert ist auch die Polin Natalia Partyka (Europa Nummer 15 und dreimal Goldmedaillen-Gewinnerin bei der Paralympischen Spielen). Sie ist ohne rechten Unterarm geboren und spielt dennoch hervorragendes Tischtennis. Bernadette und Natalia, seit längerer Zeit gute Freundinnen, trafen sich im Halbfinal wieder. Hier gewann die junge Rumänin. Nach dem Final gab es auf beiden Seiten Tränen: bei Bernadette Szocs, weil sie ihren letztjährigen Turniersieg nicht verteidigen konnte und bei der deutschen Petrissa Solia, weil ihr nach einer längeren Verletzungspause ein gutes Come Back gelungen ist. Sofern der europäische Tischtennisverband sein Segen gibt, sollte das Turnier in 2020 wieder in der Schweiz stattfinden. Der Schweizerische Tischtennisverband kann auf gute Sponsoren zählen (die Stadt Montreux, die China Construction Bank, den Montreux Palace,  um nur die wichtigsten zu nennen). Dass die Spielerinnen und Spieler jeweils zu den Klängen von Smoke on the Water  von Deep Purple) begrüsst wurden, hat das Ganze gut abgerundet.

 

Dr Präsi und Helfer


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